Grafikdesignerin in Oberkassel – warum dein Laden ein Gesicht braucht

Geh mal an einem Dienstagvormittag die Luegallee runter. Der Bäcker, der Blumenladen, das Café mit den drei Tischen draußen, die Boutique, in der jemand seit zwölf Jahren selbst hinter der Theke steht. Oberkassel ist kein Viertel, das schreit. Es ist eins, das gemacht ist.

Und dann schaust du hin. Wirklich hin. Auf die Speisekarte, die aus Word kommt. Auf das Schild, das jemand mal schnell im Copyshop hat drucken lassen. Auf die Visitenkarte, die drei Schriftarten hat und keine davon absichtlich.

Das ist kein Vorwurf. Das ist einfach das, was passiert, wenn man ein Geschäft führt und der Tag nur 24 Stunden hat. Aber es ist ein Bruch. Innen viel Sorgfalt, außen ein Zufall.

Oberkassel funktioniert anders als der Rest von Düsseldorf

In der Altstadt geht es um Frequenz. Auf der Kö um Marken. In Oberkassel geht es um etwas Drittes: um Vertrauen in der Nachbarschaft.

Deine Kundinnen wohnen hier. Sie kommen zu Fuß. Sie kommen wieder. Und sie entscheiden nicht in drei Sekunden auf einem Handybildschirm, sondern über Wochen, während sie an deinem Schaufenster vorbeigehen. Diese Art von Entscheidung trifft man nicht wegen einer guten Anzeige. Man trifft sie, weil etwas stimmig aussieht.

Genau das ist Grafikdesign. Nicht Verzierung. Sondern die Antwort auf die Frage, die jeder unbewusst stellt, bevor er reinkommt: Meinen die das ernst?

Warum „irgendwer macht mir schnell ein Logo“ nicht reicht

Es gibt Plattformen, auf denen du für 40 Euro ein Logo bekommst. Manchmal sieht das sogar ganz nett aus. Das Problem ist nicht die Qualität der einen Datei. Das Problem ist, dass danach nichts zusammenpasst.

Denn du brauchst ja nicht ein Logo. Du brauchst ein Logo, das auf einem Stempel funktioniert und auf einem Instagram-Profilbild. Du brauchst Farben, die im Druck nicht anders aussehen als auf dem Bildschirm. Du brauchst eine Schrift, mit der du auch in zwei Jahren noch die neue Karte setzen kannst. Du brauchst ein System, nicht ein Bild.

Ohne dieses System baust du jedes Mal von vorn. Und jedes Mal wird es ein bisschen anders. Nach drei Jahren hast du fünf Versionen von dir selbst im Umlauf – und niemand erkennt dich mehr wieder.

Was eine Designerin vor Ort anders macht

Ich könnte das alles auch aus Hamburg für dich machen. Vieles funktioniert per Video-Call. Aber ein paar Dinge eben nicht.

•   Papier muss man anfassen. Ob eine Karte sich hochwertig anfühlt, siehst du auf keinem Bildschirm. Ich bringe Muster mit, du fasst sie an, und in zwei Minuten ist entschieden, wofür du sonst zwei Wochen brauchst.

•   Dein Laden hat ein Licht. Und eine Wandfarbe, und ein Holz, und eine bestimmte Art, wie die Sonne nachmittags reinfällt. Wenn ich das gesehen habe, gestalte ich anders – ehrlicher.

•   Ich kenne die Umgebung. Ich weiß, wie die Läden zwei Türen weiter aussehen. Auffallen heißt nicht, laut zu sein. Es heißt, anders zu sein als das, was direkt daneben steht.

•   Und es ist einfach schneller. Kurze Wege, kurze Absprachen, keine drei Tage Wartezeit auf eine Rückmeldung.

Womit ich in Oberkassel am häufigsten arbeite

Die Anfragen ähneln sich, und das ist gut so – es zeigt, wo der Schuh drückt:

•   Speisekarten und Getränkekarten für Cafés und kleine Restaurants. Das meistgelesene Dokument deines Betriebs, und meistens das am wenigsten gestaltete.

•   Logo und Erscheinungsbild für Neueröffnungen und für Läden, die nach Jahren merken: Das passt nicht mehr zu uns.

•   Schaufenster, Aufsteller, Beschriftung. Der Teil, den alle sehen und über den fast niemand nachdenkt.

•   Visitenkarten, Gutscheine, Beileger, Treuekarten. Kleine Dinge, die in Handtaschen wandern und Monate später wieder auftauchen.

•   Websites, die zum Laden passen – nicht zu einer Vorlage, die auch für einen Steuerberater in Köln funktionieren würde.

Drei Fragen, bevor du irgendwas gestalten lässt

Wenn du diese drei beantworten kannst, wird jedes Design besser. Auch wenn du es nicht bei mir machen lässt.

Erstens: Wer soll reinkommen? Nicht „alle“. Sondern die eine Person, für die du das Ganze eigentlich machst.

Zweitens: Was soll man fühlen, bevor man ein Wort gelesen hat? Ruhe? Neugier? Lust auf einen zweiten Kaffee?

Drittens: Was macht ihr, was die anderen nicht machen? Und bitte nichts über Qualität und Service. Das behauptet jeder. Ich meine das Konkrete.

Wie das bei mir abläuft

Wir treffen uns. Bei dir, bei einem Kaffee, ganz unspektakulär. Ich stelle mehr Fragen, als dir lieb ist, und höre vor allem zu. Danach bekommst du ein Angebot, in dem steht, was drin ist und was es kostet – ohne Sternchen.

Dann gestalte ich. Du siehst Entwürfe, wir schärfen nach, und irgendwann sagst du: Ja, so bin ich. Am Ende bekommst du alle Dateien, in allen Formaten, die du brauchst, plus eine kurze Anleitung, wie du sie einsetzt.

Ich bin Lara. Ich bin À la Carte Design. Ich arbeite allein, deshalb sprichst du immer mit derselben Person – von der ersten Frage bis zur Druckdatei. Kein Projektmanagement-Zwischenschritt, keine Agentur-Show.

Und du buchst nur, was du wirklich brauchst. Nur die Karte? Gut. Nur ein Logo? Auch gut. Alles zusammen über ein Jahr verteilt? Machen wir. À la Carte heißt genau das.

Wenn du magst

Vielleicht denkst du schon eine Weile, dass dein Auftritt nicht mehr zu dem passt, was du inzwischen machst. Vielleicht hast du auch nur eine konkrete Karte, die neu muss.

Beides ist ein guter Grund für eine kurze Nachricht. Ich sage dir ehrlich, ob ich die Richtige dafür bin – und wenn nicht, sage ich das auch.

Schreib mir. Ich hör zu.

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Design zum Anfassen – wie Print in Oberkassel wieder wirkt